Statistik, Stand Juli 2011
Ein Blick in die Statistik des Logopädischen Dienstes lohnt sich! Im Durchschnitt fallen für die Logopädin gerade doppelt so viele Standortgespräche an wie sie wöchentliche Therapiestunden erteilt. Ebenfalls interessant sind die Zusammenhänge zwischen Einzellektionen, Zweier-/Dreiergruppen und Lektionen im schulischen Alltag.
| Anzahl Lektionen pro Woche | Anzahl Kinder | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gemeinde (mit Anzahl Wochen-stunden Logopädie) | Einzeltherapien | Gruppen-therapien (2-3 Kinder) | Lektionen für Logopädie im schulischen Alltag | Kinder, deren sprachliche Fähigkeiten im Kindergarten erfasst wurden | Kinder, die in Klassen-tests oder Einzel-abklärungen in der Schu-le erfasst wurden | Standort-gespräche | ||
| Adlikon (1) | 0.5 | 0.4 | 0.1 | 15 | 2 | |||
| Andelfingen (14) | 12.3 | 0.2 | 1.5 | 54 | 24 | 28 | ||
| Benken (4) | 3.4 | - | 0.5 | 9 | 12 | 2 | ||
| Berg/Buch (8)* | 3.9 | 1.3 | 0.5 | 37 | 0 | 4 | ||
| Dachsen (13) | 10.7 | 0.6 | 1.7 | 31 | 40 | 23 | ||
| Dorf/Volken (6) | 4 | 0.4 | 0.4 | 23 | 3 | 8 | ||
| Feuerthalen (25) | 21.8 | 2 | 2.2 | 47 | 68 | 46 | ||
| Flaach (12) | 8.2 | 0.7 | 3 | 22 | 30 | 28 | ||
| Flurlingen (9) | 6.8 | 1 | 1 | 8 | 128 | 20 | ||
| Henggart (18) | 13.7 | 0.7 | 3.6 | 26 | 81 | 32 | ||
| Humlikon (5) | 4.2 | 0 | 0.8 | 11 | 25 | 7 | ||
| Marthalen (8) | 2.8 | 4.1 | 0.9 | 25 | 34 | 7 | ||
| Ossingen (7) | 5.6 | 0.8 | 0.1 | 20 | 17 | 6 | ||
| Rheinau (6) | 3.9 | 1 | 1 | 17 | 92 | 15 | ||
| Stammertal (11) | 7.5 | 2.5 | 0.9 | 8 | 8 | 20 | ||
| Thalheim (6) | 4.6 | 0.5 | 0.7 | 3 | 3 | 13 | ||
| Trüllikon (3) | 2.1 | 0.4 | - | 8 | 1 | 2 | ||
| Truttikon (3) | 1.7 | 0.4 | - | (5 in Ossingen) | 19 | 4 | ||
| Uhwiesen PS (9) | 6.8 | 1 | 1 | 21 | 100 | 20 | ||
| Uhwiesen Sek (3) | 2.6 | - | - | 0 | 5 | 3 | ||
*In Berg/Buch und teilweise auch in Dorf sind während 9 Schulwochen krankheitsbedingt fast alle Lektionen ausgefallen, was bei der Interpretation der Statistik zu berücksichtigen ist.
Das Therapieangebot ist im Wandel, deshalb habe ich in diesem Jahr alle logopädischen Angebote im Zweckverband statistisch zu erfassen versucht.
Die Anzahl der Lektionen, welche die LogopädInnen in einer Klasse im Sinne von Integrativem Unterricht verbringen, steigt deutlich. In „Integrativen Logopädielektionen“ arbeitet die Logopädin mit mehreren Kindern, die das gleiche oder ein ähnliches Störungsbild aufweisen. Besonders hoch wird diese Zahl in Gemeinden, wenn einzelne Stunden in Halbklassen oder kleinen Gruppen regelmässig von Logopädinnen erteilt werden. In Integrativen Stunden werden auch Standardtests, mit denen die Logopädin eine ganze Klasse prüft, auf verschiedenen Schulstufen durchgeführt. Diese Tests und die Besprechung danach werden von Lehrpersonen sehr geschätzt, erhalten sie doch dadurch einen differenzierten sprachlichen Stand ihrer Klasse und wertvolle Tipps, wie einzelne Kinder noch besser gefördert werden können.
Stellenprozente im Logopädischen Dienst
2008/09: 404%: Henggart befindet sich in der 1. Staffel der Gemeinden, die das neue Sonderschulgesetz ab August 2008 umsetzen
2009/10: 428%: Die Primarschule Andelfingen setzt es ein Jahr später um (August 2009)
2010/11: 656%: Alle übrigen Gemeinden richten sich seit Beginn dieses Schuljahres nach dem neuen sonderpädagogischen Konzept
Für August ist der Bedarf an Logopädie-Therapielektionen nur noch wenig gewachsen: Die Gemeinden wünschen 685 % Therapien, was 6.85 Vollzeiteinheiten entspricht.
Ich gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren kaum mehr grosse Veränderungen stattfinden werden, die Therapiezahlen werden sich etwa auf diesem Stand einpendeln.
Personelles
Im Schuljahr 2010/2011 haben folgende LogopädInnen für den Zweckverband gearbeitet:
| Logopädin | Schulgemeinden |
| Bär Edelgard | Stammertal, Uhwiesen (Sek) |
| Braun Shakeshaft Vanessa | Flurlingen, Rheinau, Uhwiesen (PS) |
| Goldstern Louise | Ossingen, Trüllikon, Truttikon |
| Hauser Arthur | Dorf/Volken, Berg/Buch, Benken |
| Hoernchen Imke | Feuerthalen |
| Kratzer Anita | Henggart, Humlikon |
| Morf-Härtner Claudia / Wermke Ute | Adlikon, Andelfingen, Thalheim |
| Rebitzke Piazzi Tamara | Flaach |
| Schmid Vreni | Dachsen |
| Sennhauser Maja | Marthalen |
Jahresrückblick
Im August 2010 sind Edelgard Bär, Imke Hoernchen und Arthur Hauser – alle mit mehrjähriger Erfahrung – zu unserem logopädischen Team gestossen. Sie haben sich gut im Team integriert und bereichern unseren Austausch, indem sie viele Ideen und Erfahrungen aus anderen logopädischen Arbeitsgebieten und aus Gemeinden einbringen.
Da Claudia Morf-Härtner im Frühling Mutter geworden ist, musste für ihr Pensum eine Stellvertretung gefunden werden. Ute Wermke hat diese Aufgabe übernommen und ich freue mich, dass sie auch im kommenden Schuljahr als festangestellte Logopädin im Zweckverband verbleibt. Einige wenige Gemeinden haben ihren Bedarf an Logopädielektionen erhöht, weshalb sich die gesamten Stellenprozente leicht erhöht und eine Aufstockung unumgänglich gemacht haben. Mit der Umsetzung der sonderpädagogischen Massnahmen erhielten alle Gemeinden im Bezirk die Möglichkeit, die Logopädiestunden - unter Einhaltung der vom Kanton vorgeschriebenen Höchststundenzahl – aufzustocken. Dafür fallen in diesen Gemeinden keine zusätzlichen Therapielektionen (im Sinne von Legasthenie- oder Förderstunden) mehr an, was sich positiv auf die gemeindeeigenen Finanzen auswirken dürfte.
In der zweiten Schuljahreshälfte organisierte der Logopädische Dienst einen internen Workshop. Alle LogopädInnen bemühten sich, für den Bereich der Phonologischen Bewusstheit, der im Schulalltag - vor allem in der 1. Klasse - immer mehr Gewicht erlangt hat, geeignetes Material zusammenzustellen.
Stilblüten aus unserem Alltag
Aktuell: Fussball-WM. Gianluca darf, wenn er jeweils fünf Wörter richtig differenziert hat, mit einem Ball auf ein Tor schiessen. Die Therapeutin hat als Goalie keine Chance, den Ball zu halten und sagt ihm: „Poah, du chasch aber guet tschutte!“ Er meint dazu: „ Jo, ich
wett ebe scho lang in Fuessballclub. S’Mami hät versproche, dass ich bald mol uf Seuzach dörf go schnüffle.“ (meinte schnuppern)
Die Therapeutin fragt den Schüler, woher er die Informationen für seinen Hunde-Vortrag nehme. Der 3. Klässler antwortet: „ Von Arbeitsblättern, von Büchern und von den Wörtern, die den Lehrerinnen aus dem Mund kommen!“
Die Therapeutin bespricht mit dem Therapiekind eine Seite aus dem Deutsch-Arbeitsbuch. Sie hat auch das Lösungsheft zur Hand. Da fragt sie der 5.Klässler: „Wieso haben eigentlich immer alle Lehrer Lösungshefte? Die sollten doch wissen, wie die Lösungen heissen!“
Dank
Allen Behörden, der Lehrerschaft und dem Vorstand danke ich auch im Namen meiner Kolleginnen für die gute Zusammenarbeit und die offene und wohlwollende Haltung im vergangenen Jahr. Ein besonderer Dank geht an die scheidende Präsidentin des Zweckverbandes und an die Ressortvorsteherin Edith Meier Fischer, die immer für unsere Anliegen da war.
Maja Sennhauser, Leiterin des Logopädischen Dienstes
Hettlingen, im Juni 2011
